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Sonntag, 12. Juni 2011

Von orotl in Berge & Co

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Tags für diesen Artikel: biwak, hochhaide, lavic, nachtwanderung, nixtuer, rottenmanner tauern, rutschger
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Hochhaide

Die nixtuer haben ein paar neue Ausrüstungsteile auszuprobieren.

Trifft sich gut, ich auch ;)

Dazu planen wir eine kleine Tour mit Biwak.



Als da wären meine Dinge die mal raus wollen:
  • Was fürs Gemüt: Eine neue Iso Matte
  • Was für die Frisur (jaja ich weiss): Mein bisher eher verschmähter Biwaksack als Zeltersatz.
  • Was fürs Baucherl: Ein neuer Kocher
  • Was fürn Rücken: Alles oben angeführte und schön leichte ;)


Wetterprognose: besch*** wie meistens.

So gehts also los, mit einem etwa 15kg schwer bzw. leicht gefüllten Rucksack. Ausgangspunkt unserer Tour soll der Gössgraben sein, um 21:00 Start und Biwak irgendwo hoch oben - nur haben wir die Rechnung ohne dem Wirten bzw. dem Grundeigentümer gemacht: "Parken nur zur Tageszeit!". Nachdem die Gegend für Besitzstörklagen bekannt ist, verzichten wir wohl oder übel darauf.
Nur welche Alternative? So schnell und ohne wirklicher Planung und ohne Karten? Als einizges fällt mir mein Hausberg ein: da finde ich mich auch in der Nacht, blind und ohne Karte zurecht, also los.

Start schon bei Finsternis ab der Materialseilbahn. Eigentlich wollen wir via Globuckensee rauf in die Seescharte und dort biwakieren. Aber nachdems am See um 24:00 schon sooo finster wird (der Vollmond wagt es einfach unterzugehen!) beschliessen wir dort zu bleiben. Und natürlich die Dinge fürs Kopferl, Baucherl, Gemüt und so weiter, gleich hier zum Einsatz zu bringen.

Leichte Teamdifferenzen ob der - ähem - unterschiedlichen Auffassung was "früh Aufstehen" am Berg bedeutet ("Wennst vor 07:00 Tagwache schreist, musst zu Fuß nach Graz gehen") und ob der Tatsache dass ein Sonnenaufgang im Kessel sowieso nix besonderes wird, beschliesse ich die beiden (und auch mich) friedlich in den Morgen hinein büseln zu lassen. (Naja, den 07:00-Tagwachespass schon im Hinterkopf und im Wecker festhaltend).

Mich ziehts trotzdem schon um 05:15 aus dem Traumland. Zu perfekt habe ich meine Matratze gen Sonnenaufgang ausgerichtet, einfach herrlich wie der Mugel zwischen den Bäumen reinlacht. Und die taubedeckten Schwarzbeersträucher und Grashalme zum glitzern bringt. So schön dass ich lange einfach liegen bleibe, nur rausschau und dabei beinahe sogar aufs fotografieren vergess.




Und nein der röhrende Gamsbock hat mich sicher nicht aufgeweckt - hier im Kessel hab ich noch nie Gämse gesehen, also kanns auch keinen Bock geben.
Auch rutschger kann ihn demnach nicht gehört haben - warum er trotzdem schon um 05:30 vor seinem Zelt steht werd ich mir (und er sich selbst) nie erklären können ;)


Unerwarteter Frühaufsteher?


Oder sollte ich mich doch geirrt haben?


Schlafplatz im Morgengold.


Wurscht, wir unterhalten uns kurz, und ich beschliesse zum See runterzugehen und dort zu frühstücken.
Mit der Problematik LaVic sein frühes Aufstehen zu erklären lasse ich ihn gerne alleine.

Herrlich ruhig liegt der See noch im Halbdunkel.


Globuckensee im Halbschlaf.

Viele Fotos, einige Kaffees, einen Seerundgang und das eine oder andere Pfeifchen lange trödle ich einfach nur herum.




Bis die nixtuer irgendwann nach 7 Uhr noch halbschlafend (aua) auch zum See kommen.



Guten morgen ;)

Und mich beim nixtun erwischen...




Sie wollen gleich weitergehen und sich ihr Frühstück (ich frage besser nicht was sie bisher gemacht haben?) in der Seescharte einverleiben. 

Gesagt, getan und rauf über den Steig.


Die nixtuer am versicherten Stück des Aufstiegs zur Seescharte.


In der Scharte angekommen wollen sie dann gleich weiter auf den Seegupf. Mir solls recht sein.


Admonter Reichenstein, Sparafeld und Kaibling.


Liezener Becken, Grimming und links dahinter der Dachstein.

Wie war nochmal die Wetterprognose?

Egal: Gut dass sich die Wetterfrösche so gerne irren.
Die Sonne lacht noch immer herunter, relativ guter Weitblick, noch ein Kaffee - was will man mehr.
Die Stimmung steigt weiter.



Sogar die visuell vor Augen geführte Gegenanstiegsprognose Richtung Hochhaide kann niemanden bedrücken.


Route: Diewaldgupf, Moserspitze, Hochhaide.

Auch LaVic nicht, die zwar penibel die Höhenmeter addiert aber trotzdem fröhlich mit los zieht.

Seegupf runter (juhu), Diewaldgupf rauf (schwitz) und runter (juhu), Moserspitz rauf (eh schon wissen) und wieder runter (...) und schlussendlich die Hochaide wieder rauf.


Blick Richtung Paltental und Gesäuse.


Dummerweise liegen hier vorm letzten Aufschwung noch ein paar Schneefelder herum. Das wird mir aber erst in dem Moment bewusst als mir ein Schneeball im wahrsten Sinne um die Ohren fliegt - was folgt ... eh klar ... Kollateralgeschädigte LaVic: sorry ;)



So vergeht sogar der letzte Aufstieg zum Gipfel wie im Fluge.

Am Gipfel gibts hatürlich wieder eine kleine Pause.


Gipfelfoto.


Schön langsam zieht es zu, Nebel steigt auf und Wolken vermasseln den Ausblick.
Nachdem ich beim Herweg in der Moserscharte jede Menge Schnee liegen sah, schlage ich gleich meine Standardroute für den Abstieg vor: Bis auf Steinmänner unmarkiert, aber dafür garantiert schneefrei um diese Jahreszeit.


Abstiegsvariante: nicht den Weg links, sondern den Grat entlang.


Der Abstieg wird nicht einfach, der schwere Rucksack drückt ganz schön.
Beim Bachspreng angekommen treffen wir auf eine andere Gruppe die ein paar Minuten vor uns losgegangen sind und den regulären Abstieg genommen haben. Sie haben sich über die vielen Schneefelder beklagt die sie umgehen mussten - tja ;)

Weiter gehts über die Singsdorfer Alm, via Hirschriedl zum Parkplatz.
Zirka 50m vor dem Auto spüren wir die ersten Tropfen, kaum sitzen wir drinnen beginnt es zu Regnen - das nenne ich perfekte Planung!

Eine wunderbare Tour geht zu Ende.

Weitere Fotos wie immer auch bei den nixtuern.



 

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du fragst dich wieso wir in der früh solange gebraucht haben? na es hat einfach etwas gedauert bis wir genug wasser für die morgentoilette aufgekocht hatten ;)
#1 rutschger (Homepage) am 15.06.2011 16:56 (Antwort)

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